WARP Spezial: Der Krieg im Alpha-Quadranten
Verehrte Leser,
der Krieg zwischen der Cardassianischen Union und der UFP einerseits, und zwischen der Breen Konföderation und der UFP andererseits, hält weite Teile der Galaxie weiterhin in Atem und zieht immer weitere Kreise. Mittlerweile sind auch einige Ferengi-Imperien an dem Krieg auf Seiten der Föderation beteiligt. Es erreichen uns auch immer wieder Berichte über brüchige Waffenstillstände der UFP mit den Breen, die kurz darauf wieder gebrochen werden. Nachdem wir vor einiger Zeit von ersten Sondierungsgesprächen zwischen UFP und Cardassianischer Union hörten, setzten unsere Mitarbeiter alles daran, an Erkenntnisse aus erster Hand zukommen.
Tatsächlich erhielten wir von der Cardassianischen Union eine ausführliche Stellungnahme und eine Einschätzung des Kriegsgeschehens aus ihrer Sicht. Demnach seien die Sondierungsgespräche nichts weiter gewesen, als die Überbringung der jeweiligen Forderungen beider Seiten. So forderten die Cardassianer den Quadranten 26 für Ihre Siedler und zeigten sich nicht bereit, die bereits eroberten Kolonien der Föderation zurückzugeben. Die Föderation hingegen forderte die Rückgabe aller eroberten Kolonien, den kompletten Rückzug aus dem Krisengebiet, sowie die Erstattung aller durch die Cardassianer erbeuteten Rohstoffe während des Krieges. Diesbezüglich bezeichnete die Union, auf den Vorwurf hin ihre Forderungen auf Quadranten 26 seien imperialistisch, ihre Forderungen als „gleichwertig“ gegenüber jenen, welche die Föderation stelle. Auch seien die Forderungen nicht endgültig und unabänderlich. Allerdings fragten sich die Cardassianer, ob es überhaupt Sinn mache, die Verhandlungen darüber mit der UFP zu führen. Denn nach ihren Darstellungen sind es vor allem die in den Krieg eingetreten Ferengi-Imperien, die hauptsächlich die Kämpfe mit der Union ausfechten und die wohl die Siege erringen sollten, welche die Sternenflotte nicht in der Lage sei zu erreichen. Namentlich sind vor allem das Gortho-Imperium des großen Nagus, die Optimists des großen Proxys Kol und mittlerweile auch die Hamk-Dynastie an Aktionen gegen die Cardassianer rege beteiligt. Es scheine daher mehr Sinn zu machen, mit den Ferengi anstatt der UFP Verhandlungen aufzunehmen, sofern sich diese überhaupt über ihre bedeutende Stellung in diesem Krieg im Klaren seien. In diesem Zusammenhang äußerte man in der Union sarkastisch, man hoffe, dass die Ferengi auch ausreichend für ihre möglicherweise kriegsentscheidende Position bezahlt würden, zumal die Kosten für die Ferengi durch den Krieg in die Höhe schnellen könnten.
Tatsächlich herrscht über die Rolle und vor allem den Grund des Eintrittes der Ferengi in den Krieg noch immer keine Gewissheit. Schriftliche Anfragen an den großen Nagus zu einer offiziellen Stellungnahme sind bis heute unbeantwortet geblieben. Auch die Föderation äußert sich weiterhin nicht zu Anfragen über die Vorwürfe, man habe die Ferengi als Söldner gekauft.
Die Cardassianer halten es darüber hinaus ebenfalls für möglich, dass die UFP durch „Lügen und falsche Informationen“ bei anderen Imperien gezielt Mitleid erzeugen wolle. So sei den Ferengi von der UFP eine „unfassbare Übermacht der Union gegenüber der Föderation vorgelogen“ worden, wohl nicht zuletzt um dadurch günstiger an die Söldner der Ferengi kommen zu können. Weiterhin verwies die Union darauf, dass man bislang das Kerngebiet der Föderation nicht angegriffen habe, obgleich aus der UFP bereits indirekte Drohungen ausgesprochen worden seien, man könne auch jederzeit in das Kerngebiet der Union einmarschieren, sollten die Cardassianer nicht auf die Forderungen der UFP eingehen. Ob die Sternenflotte hierzu freilich überhaupt in der Lage wäre, sowohl taktisch-strategisch, wie auch von den vorhanden Mitteln ausgehend, ist indes schwer einzuschätzen.
Außerdem betonte die Union, dass sie jedem Mitglied der UFP, welches sich für neutral erklärte, diese Neutralität auch gewährten. Alle Missverständnisse die diesbezüglich entstanden waren und die dazu geführt haben, dass trotz Neutralität Ziele angegriffen wurden, seien seitens der Union durch Reparationszahlungen bereinigt worden.
Leider liegen uns bis heute, trotz mehrfacher Anfrage, keine Stellungnahmen der UFP Führung zu diesen Sachverhalten vor. Überhaupt scheint sich der neue Präsident der UFP nach außen hin bedeckt zu halten, abgesehen von einer einzigen offiziellen Subraumbotschaft an alle Völker ist nichts weiter über den neuen Führungsstab der UFP bekannt geworden. Als einzige Neuigkeit aus der Föderation erreichte uns die Information von einem unserer Kontakte dort, dass mittlerweile auch romulanische Schiffe im Kriegsgebiet aktiv seien und das Feuer auf Föderationsschiffe eröffnet haben sollen. Nähere Informationen hierzu liegen WARP noch nicht vor, doch wir werden versuchen, alsbald zu klären, ob die Romulaner tatsächlich offen Partei in diesem Krieg gegen die UFP ergriffen haben.
Dies waren soweit die neuesten Berichte über den Krieg. Wir werden weiter daran arbeiten, an Hintergrundinformationen zu gelangen und offizielle Stellungnahmen der restlichen Beteiligten zu bekommen und Sie auf dem laufenden zu halten.
Für WARP
Jack D. Wood