Der nächste ‘große Krieg’?
Werte Leser,
die Ereignisse hören nicht auf sich zu überschlagen. Nach der Kriegserklärung der Cardassianischen Union gegen die Föderation ist ein großer Teil der Galaxie dabei, in einen chaotischen Strudel der Gewalt zu geraten.
Zunächst einmal möchte die WARP Redaktion betonen, dass sie alles versucht, um sie als Leser auf dem Laufenden zu halten und über alles wichtige zu informieren.
Allerdings müssen wir uns auch eingestehen, dass wir derzeit nur über sehr wenige Informationen verfügen und diese zu einem noch kleineren Teil als gesichert angesehen werden können. Selbst unsere Informanten sind momentan kaum in der Lage, an zuverlässige Informationen zu kommen. Entweder werden diese gezielt zurückgehalten, oder selbst in obersten Kreisen herrscht eine derartige Verwirrung und Chaos, dass niemand über gesicherte Erkenntnisse verfügt.
Wir werden uns daher nun wenigstens bemühen, ihnen die bisherigen Ereignisse aufzubereiten. Teils anhand der über öffentliche Subraumkanäle verbreiteten Information und teils mittels interessanten Gerüchten.
Erste Gefechte zwischen Cardassianern und Föderation
Zumindest seitens der Cardassianischen Union liegen erste offizielle Zahlen über die ersten Kampfhandlungen mit der Föderation vor. Hiernach startete die Union ihre erste Offensive unmittelbar nach der Erklärung über den Krieg. In deren Verlauf fielen bislang 9 Planeten der Föderation und einige Schiffe. Ein Flottenverband der Union konnte dabei von der Föderationsflotte UFP Q gestellt werden und die 13 cardassianischen Schiffe wurden dabei vollständig zerstört.
Diese Zahlen wurden von der Föderationsführung, über die ebenfalls momentan nur gemutmaßt werden kann, weder dementiert, noch bestätigt.
Militärexperten vermuten, dass aufgrund der hohen Verluste von 9 Kolonien in recht kurzer Zeit, die Cardassianer neben ihrem Überraschungsmoment auch eine Angriffstaktik fahren, auf die sich die Sternenflotte wohl bislang noch nicht einstellen konnte; dem schnellen Vordringen kleiner Verbände und gezielten Angriffen auf Kolonien statt auf Flotten des Gegners.
Darüber hinaus scheint auch der Krieg der Föderation gegen die Breen weiterhin seinen Lauf zu nehmen, womit die Sternenflotte an zwei Fronten den Einsatz ihrer Kräfte koordinieren muss.
Föderationspräsident tritt zurück
Kurz nach der Kriegserklärung durch die Cardassianische Union und der öffentlichen Kritik an der Föderationsführung durch das zwischenzeitlich aus der UFP ausgetretene Trill-Imperium ‘Dimor’, erklärten sowohl der Vize Präsident ‘Terra Sigma’, als auch der Präsident ‘Metatron’ ihren sofortigen Rücktritt.
Besonders der Präsident ‘Metatron’ war in der Vergangenheit immer wieder sowohl öffentlich als auch intern in die Kritik geraten, die Föderation auf einen unangemessenen Weg geführt zu haben.
In seiner knappen Rücktrittserklärung wies er Vorwürfe dieser Art als unwahr zurück, ohne dazu nähere Angaben zu machen. Die der Öffentlichkeit erklärte Intention des Rücktrittes lief indes ins Leere, denn der Frieden wurde damit keineswegs erhalten. Zum einen Bestand dieser Zustand für die UFP schon lange vor der Kriegserklärung der Union nicht mehr, aufgrund des Konfliktes mit den Breen, und zum anderen war wohl offensichtlich, dass sich die Cardassianer durch einen solchen Rücktritt nicht so leicht von Ihren, wie auch immer gearteten Zielen abbringen lassen würden.
Ob das entstandene Machtvakuum in der Föderation wieder gefüllt ist, oder ob die Flügelkämpfe innerhalb der UFP weiterhin anhalten, ist ebenfalls nicht bekannt. Zumindest nach außen hin ergibt sich derzeit das Bild einer politisch gefährlich wankenden Föderation, die innerlich destabilisiert, zerstritten und kaum handlungsfähig ist. Bislang ist nicht abzusehen, ob die Reformer um das ehemalige Ratsmitglied ‘Rongor’ von ‘Dimor’ die politische Führung übernehmen werden, oder die politischen Erben ‘Metatrons’ und Terra Sigmas’, die sicherlich ebenfalls versuchen werden, nun ihre Chance zu nutzen.
Kriegseintritt der Ferengi?
In einer Stellungnahme hat sich auch das Klingonische Reich in diesem Krieg für neutral erklärt.
Für zusätzliche Verwirrung sorgt allerdings die Besetzung einer cardassianischen Kolonie durch das Ferengi-Imperium ‘Gortho’.
Zwar erklärte die FHA hierzu bereits öffentlich, in diesem Krieg keine Partei für eine Seite zu ergreifen und weiterhin gleichermaßen an alle beteiligten Kriegsteilnehmer Waffen zu verkaufen, da das betroffene Gortho Imperium jedoch von dem großen Nagus ‘Tadeso’ persönlich regiert wird, regen sich Zweifel, ob die FHA tatsächlich neutral bleiben kann und will.
Schon machen erste Gerüchte die Runde, wonach die Föderation die Ferengi für einen Kriegseintritt bezahle. Der Preis den die Ferengi hierfür wohl verlangen würden, dürfte indes astronomisch sein, sind doch die Risiken kaum abwägbar.
Andererseits wäre dieser Schritt nicht unbeachtlich und der Sternenflotte wäre es damit gelungen, dem cardassianischen Überraschungsmoment ein effektives, eigenes entgegenzusetzen.
Doch auch von weiterer Seite droht Ungemach, so hörten wir von glaubwürdigen Quellen, dass sich bereits romulanische Flotten an der Grenze zum Föderationsraum sammeln und die Romulaner die chaotische Lage der Föderation nutzen wollen, um ihren Einfluss in der Region zu stärken.
Passend dazu erklärte das Sternenimperium auch bereits offiziell die Aufkündigung des bestehenden Grenzvertrages, ohne jedoch weitere Schritte oder Forderungen zu nennen.
Gänzlich bedeckt hält sich bislang nur das Dominion. Doch ist durchaus nicht auszuschließen, dass auch das Dominion versuchen wird, zu gegebener Zeit die Situation zu seinem Vorteil auszunutzen.
Zukunft der Föderation?
Die Föderation ist in einer sehr fragilen Lage. Über die Gründe, die nun zu dieser fatalen Situation geführt haben, wurde bereits viel berichtet und spekuliert. Viele behaupten, dieses Ergebnis sei vorhersehbar gewesen, über die letzten Jahre hinweg habe sich die Föderation durch ihr politisches Auftreten und der Handlungsunfähigkeit der internen Kritiker und reformerischen Opposition, selbst sehenden Auges in diese Situation gebracht. Andere wiederum werden nicht müde zu betonen, die Föderation habe sich stets nur verteidigen wollen und müssen, zum Wohle ihrer Mitglieder und getreu ihrer Verfassung gehandelt. Die momentane Situation sei vor allem durch die innere Destabilisation, welche die Opposition zu dem ehemaligen Präsidenten ‘Metatron’ ausgelöst habe, entstanden. Diese werde nun berechnend von der Cardassianischen Union ausgenutzt, um deren territoriale Ansprüche auf Quadrant 26 zu zementieren. Diese Interpretation bemüht das Bild des Dolchstoßes aus dem Inneren der Föderation. Ob man einer, in einer Demokratie naturgemäß vorkommenden Opposition allerdings einfach eine solche Rolle zuweisen kann, erscheint mehr als fraglich, wenngleich aus den bisherigen Verlautbarungen des präsidialen Umfeldes nicht überraschend.
Ob die Föderation einen Ausweg aus dieser Lage findet und wie ein solcher Ausweg aussehen könnte, darüber will im Moment niemand wirklich spekulieren.
Die aktuelle Lage jedenfalls ist äußerst angespannt und kann im Hinblick auf die ständig neuen, beunruhigenden Entwicklungen jederzeit eskalieren und zu einem großen Krieg nahezu aller Großmächte führen.
Werden wir es soweit kommen lassen und am Ende selbst besorgen, was die Borg nicht schafften?
Sicher ist nur eines, nämlich das momentan nichts sicher ist und niemand absehen kann, wie sich die Geschehnisse entwickeln werden.
Und dies erscheint beängstigender als der Krieg mit all seinem Leid und Tod selbst!
Für WARP
Jack D. Wood
[...] weitere Entwicklung die sich bereits andeutete und über die bereits im letzten Artikel spekuliert wurde, hat sich nun [...]
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