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Neue Erkenntnisse über den ‘Föderation-Breen Konflikt’

Der WARP Redaktion liegen nach intensiven Recherchen neue Erkenntnisse über den Konflikt der Föderation mit den Breen vor, die wir Ihnen – werte Leser – natürlich nicht vorenthalten wollen.

Zuerst einmal ist festzuhalten, dass der Konflikt der beiden Parteien offenbar weiterhin unvermindert fortgeführt wird und eine Entspannung nicht auszumachen ist.
Allerdings gibt es innerhalb der beiden Konfliktparteien wohl interessante Bewegungen einzelner Mitgliedswelten.
So wurde vor kurzer Zeit ein Abkommen zwischen der Föderation und einer einzelnen Breen-Fraktion ausgehandelt. Darin wurde dem betreffenden Breen-Imperium der Erhalt einer seiner Kolonien am Rande der von der Föderation aufgestellten Verbotszone zugesichert. Im Gegenzug zog dieses Breen-Imperium seine Schiffe aus den vereinigten Flotten der übrigen Breen-Fraktionen ab und beteiligte sich nicht mehr an den Kampfhandlungen. Ebenso sagte dieses Breen Imperium zu, die Verbotszone der Föderation zu beachten und entsprechend zu meiden.
Nach dem Abzug ihrer Schiffe aus der vereinigten Breen-Flotte, zerstörte diese mit den verbliebenen Schiffen einen Außenposten der Föderation.
Eine große Flotte der Föderation, die in der Nähe stationiert war, erhielt daraufhin den Befehl, die angreifende Breen-Flotte abzufangen und zu stellen. Einer Quelle, auf einem der Schiffe der besagten Föderationsflotte, zufolge, ergriff die Breen-Flotte beim Anblick der zahlenmäßig deutlichen Überlegenheit der föderierten Flotte sofort die Flucht. Der Außenposten der Föderation konnte jedoch nicht mehr gerettet werden.
Nur wenige Tage später erhielt die WARP-Redaktion den Hinweis, dass der Föderation ein großer Schlag gegen die Breen gelungen sei. So sei eine große Flotte der Breen – etwas 60 Schiffe – aufgebracht worden, ohne nennenswerte Verluste auf Seiten der Föderationsstreitkräfte.
Insgesamt sprechen Quellen aus der Föderation davon, dass im gesamten Konflikt bislang zwei Flottenverbände verloren gegangen seien, während man den Breen Verluste in Höhe von „mehreren Flotten sowie Einzelschiffe” zugefügt habe.
Die Angaben über die genaue Höhe der Verluste darf jedoch bezweifelt werden, zumal Informanten aus dem Breen Gebiet von wesentlich höheren Verlusten der Föderation als nur zwei Flottenverbänden wissen wollen.
So erhielten wir ebenfalls die Meldung, dass erst vor wenigen Tagen eine weitere Flotte der Föderation aufgebracht worden sei.

Uneinigkeit innerhalb der Konfliktparteien?
Dieser Vorfall steht offenbar im Zusammenhang mit der auftretenden Uneinigkeit innerhalb der Föderation.
So konnten wir aus internen Föderationskreisen erfahren, dass einige Mitglieder der Föderation deren Kurs in dem Konflikt nicht mittragen wollen. Dies betrifft vor allem solche Mitgliedswelten, deren Kolonien nah an dem umkämpften Gebiet – dem Grenzgebiet der Quadranten 19/20 – liegen. Sie fürchten durch diesen Konflikt besonders in Mitleidenschaft gezogen zu werden, während die meisten an dem Konflikt aktiv beteiligten Föderations-Mitgliedswelten weitab von der Kampfzone ihre Kolonien erschlossen haben.
Zwei große und bekannte Mitgliedswelten der Föderation, deren Identitäten der Redaktion bekannt sind, jedoch aus Quellenschutzgründen nicht genannt werden, sollen daher allen an dem Konflikt aktiv beteiligten Mitgliedswelten die Nutzung Ihrer Werften und Außenposten untersagt haben. Hierdurch lief demnach eine Föderationsflotte komplett auf, welche daraufhin für Breen-Verbände eine leichte Beute war und komplett zerstört worden sei. Über die Größe der Flotte ist indes nichts bekannt.
Sollte sich dies tatsächlich so abgespielt haben, dürften die Auseinandersetzungen innerhalb der Föderation weiter zunehmen.
Aber auch auf Seite der Breen scheint die Einigkeitsfront zu bröckeln. Dies lässt vor allem der besagte separate Vertrag eines Breen-Imperiums mit der Föderation vermuten.

Zwar wurden uns Informationen zugespielt, wonach die Föderation auch nach diesem Vertrag dennoch Frachtschiffe des betroffenen Breen-Imperiums abgeschossen haben soll, auf unsere Frage, ob damit der Vertrag aufgehoben sei, konnte oder wollte man uns jedoch keine eindeutige Auskunft geben. Es ist also davon auszugehen, dass dieser Vertrag mit dem einzelnen Breen-Imperium nach wie vor besteht, trotz der Abschüsse von Frachtschiffen – sollten diese tatsächlich vorgefallen sein.

Konflikt oder Krieg?
Ebenfalls auffällig ist, dass, zumindest offiziell, bislang von keiner Seite eine Kriegserklärung verkündet worden ist.
Während man jedoch im Umfeld der Breen wenigstens inoffiziell unmissverständlich von Krieg spricht, will man in der Föderation von diesem Begriff zumindest offiziell nichts wissen.
Dies mag auch damit zusammenhängen, dass die Föderation, in Bezug auf die kürzlich angebotene Vermittlerrolle zwischen den Klingonen und Romulanern, an Glaubwürdigkeit verlieren würde, wenn sie sich offiziell selbst in einem Krieg befinden würde.
Doch auch jenseits von Begrifflichkeiten wirkt sich diese Auseinandersetzung immer mehr auf andere Kolonisten und Allianzen aus.
Der erneute Zwischenfall einer Föderationsflotte mit einem Schiff des cardassianischen Imperiums Insadran Nalcha, sowie die aktuellen Beeinträchtigungen von Handelsrouten mit unbeteiligten Parteien zeigen diese beunruhigende Entwicklung auf.
Insoweit hat die von der Föderation eingerichtete Verbotszone offensichtlich nicht dazu beigetragen, die bewaffneten Auseinandersetzungen zu unterbinden oder zumindest einzudämmen.

Eine weitere Destabilisierung der Quadranten 19/20 durch Beeinträchtigung der Interessen der Cardassianischen Union und der Ferengi-Handelsallianz, könnte unabsehbare Folgen für den gesamten Alpha-Quadranten haben. Vor allem im Hinblick auf die ebenfalls unübersichtliche Lage im Beta-Quadranten, sollte eine mögliche Kettenreaktion erkannt und unbedingt verhindert werden.

Trotz der schwierigen und unübersichtlichen Informationslage werden wir uns auch weiter bemühen, die Ereignisse zu verfolgen und für unsere Leser so objektiv wie möglich darzustellen.

Aus Quadrant 20

Jack D. Wood

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