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Private Forscher gewinnen Deuterium aus Sonnen

Nach dem Borgkrieg ließen Innovationen aus privaten Denkfabriken lange auf sich warten. Die Hoheit über die Forschung lag in fast allen Teilen der Galaxis bei lokalen Imperien und Allianzen.
Doch nun hat ein privater Zusammenschluss von 14 Großindustriellen verschiedenster Völker eine bahnbrechende Entwicklung hervorgebracht. Die Forscher des „Research and Development Trust“ (RDT) vollendeten in der letzten Woche den Prototypen einer Sonde zur Deuteriumgewinnung aus Sonnen.
„Das genaue Verfahren ist natürlich geheim“, bekräftigt Samuel Crawford, Leiter der Konstruktionsabteilung, „aber in Grundzügen lässt es sich so erklären: Die Sonde ist mit einer eigens entwickelten Legierung und speziellen Schilden versehen, welche die große Hitze nahe der Sonnenoberfläche überstehen. Unter Verwendung von Beamtechnologie und einer eigenen Entwicklung unsererseits wird der Prozess des Wasserstoffbrennens ausgenutzt, um innerhalb eines kleinen Bereiches der Oberfläche künstlich Deuterium herzustellen und abzusaugen.“
Die ersten Versuchsreihen mit dem Prototypen verliefen nach Angaben der Forscher bislang ohne größere Probleme.
Die Entwicklung dieses neuen Verfahrens fand auf der sogenannten „Experimentalstation Eins“ des RDT statt. Diese Station, am Rand von Sektor 27 gelegen, beherbergt über 500 Menschen, Vulkanier, Tellariten und Ferengi, sowie Forscher zahlreicher weiterer Rassen. Ungefähr 300 sind direkt in der Forschung und Entwicklung tätig.
„Natürlich ist diese Station ein großer Kostenfaktor und alleine könnte keiner von uns die enormen Kosten tragen“, erklärt Krek, der Vorsitzende Ferengi des Trusts, und fügt mit einem breiten Grinsen hinzu: „Wir hoffen auf große Gewinne, wenn die Technologie erstmal marktreif ist.“
Unterdessen sehen andere Forscher eine Gefahr in der neuen Entwicklung des RDT. Edward Johnson, Astrophysiker am ‘Daystrom Institute’, befürchtet eine Einflussnahme auf die Prozesse in den Sonnen: „Durch kleine Versuchseinrichtungen besteht keine Gefahr, aber wenn diese Technik erstmals Verbreitung findet, könnten ganze Sonnensysteme sterben. Durch zu starke Nutzung kann es passieren, dass eine Sonne nicht mehr genügend Material und Masse hat, um das Wasserstoffbrennen fortzusetzen. Das ist zwar nur ein Risiko bei massearmen Sternen, aber das künstliche Erzeugen von Deuterium in einem Stern in großem Maßstab kann dessen chemische Prozesse zum Kippen bringen.“
Die Verantwortlichen beim RDT scheinen die Gefahr weniger drastisch einzuschätzen. Sie wollen bald mit dem Bau einer zweiten Forschungsstation beginnen.

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