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Kriegsvorbereitungen im Klingonischen Reich?

Der aufmerksame WARP-Leser mag sich bereits gewundert haben, warum es eigentlich kaum Neuigkeiten aus dem Klingonischen Reich zu berichten gibt. Die Antwort ist denkbar einfach: in dem überaus ausgedehnten Siedlungsraum der Klingonen gibt es praktisch keine Schiffe anderer Rassen. Das verwundert nicht, denn die als leicht reizbar verrufenen Klingonen machen mit ungebetenen Besuchern nachweislich kurzen Prozess. WARP berichtete bereits über die scheinbare Vernichtung einer kleineren romulanischen Flotte, die einem klingonischen Außenposten zu nahe kam – und das in SG 22. Viele hielten dies für ein Gerücht. Kein Gerücht, sondern bezeugte Tatsache ist allerdings, dass ein mittelgroßer Kampfverband der Klingonen eine Borgflotte mit Kubus angriff und dabei zerstört wurde.

Die hemmungslose Kampfeslust der Klingonen ist in der ganzen Galaxis legendär. Umso Besorgnis erregender sollte man den Mangel an Informationen über die Vorgänge in ihrem riesigen Reichsgebiet finden. Verlautbarungen einzelner imperialer Häuser sind eine Rarität, und Journalisten, die sich erdreisten, einen klingonischen Würdenträger außerhalb des Reichsgebietes auch nur um einen kurzen Kommentar zu bitten, hören nur ein barsches “Qo’!”. Die klingonischen Völker kennen zwar Chronisten und Schriftgelehrte, unterhalten aber keine Massenmedien im herkömmlichen Sinne, vor allem keine freie Presse.

WARP ist es nun gleichwohl gelungen, einen Berichterstatter zu rekrutieren, der das Gebiet des Klingonischen Reiches immer wieder bereist und durchquert, obwohl er selbst kein Klingone ist. Es handelt sich um ein Crewmitglied eines Frachters einer Speditionsfirma, die Waren zwischen Handelshäfen transportiert. Verständlicherweise dürfen wir weder sein Unternehmen noch ihn selbst beim Namen nennen. Sein Pseudonym lautet “mln”, was im Klingonischen soviel wie das Auge bedeutet. Hier folgt sein erster, keineswegs beruhigender Bericht:

“Nach allem was ich weiß, führt der Hohe Rat des Klingonischen Imperiums derzeit Krieg gegen mindestens ein abtrünniges Klingonenreich. Vermutlich sind es sogar mehrere, denn praktisch jeder größere Planet, den wir anflogen, war mit dem Bau von Truppentransportern oder der Anwerbung von Kriegern beschäftigt. Wir haben selbst mehrmals erhebliche Dilithiummengen zu den Kolonien transportiert. Die im Reich produzierte Menge an Dilithium sprengt jede Vorstellungskraft, denn die Klingonen setzen Straftäter und Kriegsgefangene erbarmungslos in so genannten Gefängnisminen ein, um die Ausbeute zu steigern. Von den Kampfflotten habe ich selbst bislang kaum etwas gesehen. Allerdings gibt es im Reichsgebiet mehr als ein Dutzend stabiler Wurmlöcher, die von den Kriegern scharf bewacht werden. Unser Frachter steuert diese Sektoren natürlich nicht an. An der westlichen Reichsgrenze gibt es auch noch ein paar Kolonien der Ferengi. Die Klingonen lassen sie wohl gewähren, weil sie sich etwas vom Handel mit den Ferengi versprechen. Aber ich möchte nicht in deren Haut stecken, wenn sich diese Hoffnung nicht erfüllen sollte.”

Sobald unser Reporter mln von seiner nächsten Reise zurückgekehrt ist, berichten wir Ihnen natürlich von den neuesten Entwicklungen im Klingonischen Imperium.

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